Wann wird operiert?

Treten nach einem Bandscheibenvorfall längerfristig anhaltende Schmerzen auf, kann eine Operation infrage kommen. Nur bei plötzlicher Inkontinenz oder Lähmungserscheinungen ist sie zwingend notwendig. Es gibt verschiedene Verfahren, die der teilweisen oder vollständigen Entfernung der Bandscheibe dienen, um dauerhaft Schmerzen zu lindern.

Symptome – Beschwerden

Bei einem Bandscheibenvorfall drücken Anteile der Bandscheibe auf Nervenstränge. Die Bandscheibe dient als Stoßdämpfer und Abstandhalter zwischen den einzelnen Wirbelkörpern der Wirbelsäule. Sie besteht aus derbem Bindegewebe. Ihre Elastizität erhält sie durch einen gallertartigen Kern.

Bei einer Bandscheibenoperation genügt es meist, wenn defektes oder verlagertes Bandscheibengewebe entfernt wird. Die Eingriffe erfolgen in der Regel unter Röntgenkontrolle.

Sind die Wirbelkörper bereits stark geschädigt, kann im Rahmen der Operation eine Versteifung mithilfe eines Schrauben-Stab-Systems vorgenommen werden. Nachteilig ist die in der Folge eingeschränkte Beweglichkeit des betroffenen Wirbelsäulenabschnittes.

Operative Therapie

Selbst eine Wirbelsäulenversteifungen kann heutzutage minimal invasiv durchgeführt werden. Soll lediglich Bandscheibenmaterial entfernt werden, kann der Eingriff meist durch einen relativ kleinen Schnitt erfolgen, über den ein Operationsmikroskop und die Instrumente eingeführt werden. Dieses Operationsverfahren, für das eine Vollnarkose erforderlich ist, wird als mikrochirurgische Diskektomie bezeichnet. Entsprechend sind die typischen Operationsrisiken, wie Blutungen, Gewebeschädigungen oder Infektionen, bei diesem Verfahren reduziert.

Ob eine Bandscheibenoperation im Einzelfall sinnvoll ist, muss gemeinsam mit den behandelnden Ärzten entschieden werden. Jede Operation geht mit Risiken einher, die gegen ihren potenziellen Nutzen abgewogen werden müssen.

Folgeerkrankungen

Die meisten Bandscheibenvorfälle machen nach sechs Wochen konservativer Therapie keine Beschwerden mehr. Falls dies nicht der Fall ist, kann über eine Operation diskutiert werden. Für die Therapieentscheidung spielen die Befunde der bildgebenden Untersuchungen eine wichtige Rolle, denn nicht immer ist die Bandscheibe für die anhaltenden Schmerzen verantwortlich.

In jedem Fall wird zeitnah operiert, wenn Nervenschäden drohen. Dann leiden die Betroffenen unter Muskellähmungen oder Taubheitsgefühlen bestimmter Hautareale. Besonders dringend ist eine Operation, wenn es infolge des Bandscheibenvorfalls zu einer Harn- oder Stuhlinkontinenz kommt.

Prognose

Bandscheibenoperationen können Schmerzen langfristig bessern. Eine völlige Beschwerdefreiheit ist jedoch auch mit dieser Therapiemethode nicht gewährleistet. Eine anschließende Rehabilitationsbehandlung kann insbesondere die Beweglichkeit verbessern.

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